Nachhaltiger Tourismus und Labels

Immer mehr Menschen ist es wichtig, ihren Urlaub nachhaltiger zu gestalten. Labels können dabei helfen, ökologische und soziale Tourismusangebote leichter zu finden. Eine aktuelle Untersuchung der VERBRAUCHER INITIATIVE und des Zentrums für nachhaltige Entwicklung der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (ZENAT) stellt fest, dass die meisten Tourismus-Labels glaubwürdig sind, sich jedoch hinsichtlich ihrer inhaltlichen Ansprüche unterscheiden...

Insgesamt wurden 36 verschiedene Labels für Beherbergungsbetriebe, Reiseveranstalter und Spezialanbieter wie z. B. Kanuverleihe auf Grundlage internationaler Richtlinien eingehend untersucht. Dabei wurden sowohl ihre inhaltlichen Ansprüche als auch ihre Transparenz und Prozesse anhand von 69 Kriterien analysiert.

Lediglich die vier Labels "TourCert" für Reiseveranstalter und Unterkünfte, "Travelife Gold" und "Green Sign/Infracert" erfüllen über 75% der anspruchsvollen Kriterien. Weitere elf liegen zwischen 50% und 75%. Dabei sind die meisten Zertifikate durchaus transparent und glaubwürdig – im Schnitt werden zwei Drittel der strukturellen Kriterien erfüllt. Doch bleiben die inhaltlichen Ansprüche oft hinter dem zurück, was man von nachhaltigem Tourismus erwarten würde. Insbesondere soziale Aspekte wie etwa die Zufriedenheit der Mitarbeitenden werden meist ausgeblendet. Etwas besser sieht es im Bereich Umwelt- und Ressourcenschutz aus. Hier liegen das EU-Ecolabel und die internationalen Umweltmanagement-Standards EMAS und ISO 14.000 vorn.

Die Studie wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie dem Umweltbundesamt unterstützt und kann hier einschließlich aller Ergebnisse und Empfehlungen kostenlos heruntergeladen werden.

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