Kontaktallergien: Verträgliche Kosmetik finden

Wer auf Duftstoffe oder einige andere Inhaltsstoffe von Kosmetik allergisch reagiert, muss diese Substanzen meiden. Eine Hilfestellung beim Einkauf von geeigneten Produkten können Inhaltsstoff-Datenbanken und Apps bieten. Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps für Betroffene...

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"Pflegen Sie Ihre Haut regelmäßig, wenn die akuten Beschwerden der Kontaktallergie wie Juckreiz, Hautrötungen und Ausschlag abgeklungen sind. So können Sie den natürlichen Schutzfilm wieder herstellen und erhalten. Die Haut kann Allergene und andere negative Einflüsse leichter abwehren", empfiehlt Alexandra Borchard-Becker, Fachreferentin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Ratsam ist es, mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen, welche Pflegecremes im individuellen Fall geeignet sind und worauf bei der Auswahl zu achten ist. Die Fachreferentin rät: "Fragen Sie nach, was die Angaben in Ihrem Allergiepass genau bedeuten und für welche Kosmetikinhaltsstoffe sie stehen." Ob die allergieauslösenden Stoffe enthalten sind, kann ein Blick in die Liste mit den Zutaten verraten. Sie sind nach der INCI-Deklaration mit ihren offiziellen chemischen Bezeichnungen oder ihren botanischen Namen angegeben. INCI steht für "International Nomenclature of Cosmetic Ingredients". Die Inhaltsstoffe sind in absteigender Konzentration genannt; unter einem Prozent ist die Reihenfolge beliebig. 

Informationen zu den Bezeichnungen bieten INCI-Datenbanken, z. B. vom Portal www.haut.de oder von Cosmetics Europe (www.cosmileeurope.eu). Für unterwegs bieten sich Apps an, z. B. die COSMILE Europe App. Sie basiert auf der Datenbank von Cosmetics Europe und ermöglicht Verbraucherinnen und Verbrauchern, sich direkt beim Einkauf über Inhaltsstoffe der Produkte zu informieren. Praktisch für Allergikerinnen und Allergiker sind Filterfunktionen, um Inhaltsstoffe zu markieren, die Unverträglichkeiten oder Allergien auslösen. Zusätzlich gibt es beispielsweise bei der COSMILE Europe App die Möglichkeit, eine Liste mit Produkten anzulegen, die gut vertragen werden. "Sie erhalten dann automatisch Updates, wenn sich deren Zusammensetzung ändert. Hilfreich ist außerdem, dass die App die Testsubstanzen aus Ihrem Allergie-Test in die Bezeichnungen "übersetzt", wie sie auf Kosmetikprodukten angegeben sind", sagt Borchard-Becker. 

Mehr zu einigen Kosmetikinhaltsstoffen, die Allergien auslösen können, bietet die Broschüre "Kontaktallergie? Beschwerden vermeiden!" der VERBRAUCHER INITIATIVE. Sie gibt außerdem Tipps für den Umgang mit Nickel als häufigstem Auslöser von Kontaktallergien sowie zu Latex und Textilien. Das 16-seitige Heft kann unter www.verbraucher.com kostenlos heruntergeladen werden. 

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