Tipps zur Hautpflege für draußen und drinnen

Berlin. Wenn die Tage im Herbst wieder kürzer und kühler werden, der Winter bevorsteht, kommt in Wohnungen, Büroräumen und Shops wieder die Heizung zum Einsatz. Mitunter wird dann auch weniger für Frischluft gesorgt. Dies, aber nicht nur dies, ist eine strapaziöse Herausforderung für die Haut. Auch die eisige Winterluft macht ein entsprechendes Pflegeprogramm für die Haut erforderlich. Mit einer reichhaltigen Pflege kann der Schutz vor der Kälte erhöht und der Verlust von Feuchtigkeit verringert werden.

Nicht nur die trockene warme Luft sorgt im Winter für eine strapazierte Haut, sondern auch die recht kalte Luft, denn diese ist sogar noch trockener als warme, da sie weniger Feuchtigkeit speichert. Hinzu kommt die reduzierte Durchblutung der Haut bei eisigen Temperaturen. Aufgrund der Kälte verengen sich die Blutgefäße. Dies führt unter anderem zu einer gedrosselten Blutzufuhr und somit zu einer reduzierten Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die geringe Stoffwechselaktivität sorgt dafür, dass die Hautschutzbarriere geschwächt wird und dadurch noch mehr Feuchtigkeit verloren geht.

Die warme Heizungsluft in Innenräumen und die kalten Temperaturen, wenn wir draußen unterwegs sind, mitunter bei eisigem Wind, beansprucht die Haut im Winter besonders stark. Diese für das Winterhalbjahr typischen Bedingungen führen dazu, dass das größte Organ unseres Körpers besonders leicht austrocknet. In den Innenräumen kann es auch für die Haut hilfreich sein, Luftbefeuchter zu benutzen oder einfache Wasserbehälter an den Heizkörpern zu platzieren – dadurch erhöht sich der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft.

Besonders wichtig für die regelmäßige Hautpflege im Winter sind Fett- und Feuchthaltefaktoren. Sie schützen die Haut vor dem Austrocknen und damit vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Kälte und großen Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das gilt ganz besonders für den trockenen Hauttyp. Eine Tagespflege sollte deshalb im Winter mehr Fett enthalten als im Sommer. Fettreiche Cremes auf Wasser-in-Öl-Basis, kosmetische Hautöle oder eine besonders lipidhaltige Creme auf Öl-in-Wasser-Basis sind am besten geeignet, die Haut im Winter zu schützen und zu pflegen. Ein intensives und schonendes Pflegeprogramm hilft, der eisigen Winter- und trockenen Wüstenluft in Büro und Wohnzimmer zu trotzen.

Die Pflege sollte individuell auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden. Gegen trockene Haut helfen Hautöle oder fettreiche Cremes auf einer Wasser-in-Öl-Basis. Sie bilden eine dünne Isolations- und Schutzschicht auf der Haut, halten bei einem Winterspaziergang die Kälte ab und verhindern, dass die Feuchtigkeit der Haut übermäßig verdunstet.

Für Menschen mit fettiger oder zu Akne neigender Haut ist es ratsam, auch im Winter bei den gewohnten Pflegeprodukten zu bleiben, damit nicht die Bildung von Talgverstopfungen und Pickeln gefördert wird. Gerade Jugendliche sind beim Thema Fettcremes häufig verunsichert. Wer mit unreiner Haut zu kämpfen hat, sollte besser sparsam mit Fettcremes umgehen: „Nicht übertreiben“, heißt hier die Devise. Der Markt hält auch spezielle Hautpflegeserien für Jugendliche bereit.

Die Talgdrüsen der Haut sorgen unter normalen Umständen dafür, dass die Haut mit einem schützenden Fettfilm überzogen ist. Je tiefer jedoch die Temperaturen fallen, umso weniger produzieren diese Drüsen Talg. Bei extrem frostigen Graden wird die Talgproduktion sogar komplett eingestellt. Der natürliche Fettfilm, der unsere Haut schützt, fehlt also und die Haut trocknet schneller aus. Außerdem sorgt die Kälte dafür, dass sich kleine Blutgefäße unter der Haut zusammenziehen, um dadurch den Wärmeverlust zu minimieren. Dies bringt allerdings eine zusätzliche Strapaze für die Haut von innen. Sie wird weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Die Hände leiden im Winter besonders. Denn dort kann sich die Haut nicht selber mit Fett versorgen. Das regelmäßige Eincremen der Hände und Finger sowie das Tragen von Handschuhen sollten im Winter zum selbstverständlichen Schutzprogramm gehören. Ist es dennoch mal zu rauher, trockener oder sogar eingerissener Haut gekommen, hilft ein Handbad in warmem Olivenöl und danach das dicke Auftragen von Handcreme.

Weitere Tipps zur Hautpflege im Winter

  • Sorgen Sie für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Das ist gut für Haut und Schleimhäute. Regelmäßiges Stoßlüften beugt auch der Schimmelbildung in Innenräumen vor.
  • Auch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr von innen ist wichtig. Nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter. Also auf eine tägliche Trinkmenge von etwa zwei Litern am Tag, so die Empfehlung von Ernährungswissenschaftlern, achten.
  • Reduzieren Sie Belastungen der Haut. Also nicht zu oft, zu lang und zu heiß duschen. Verwenden Sie Duschgels oder Seife sparsam. Wasser selbst hat eine reinigende Wirkung.
  • Ein Vollbad sollte maximal zwei Mal pro Woche anstehen. Die Temperatur des Badewassers sollte zwischen 32 und 35 Grad Celsius liegen. Ölbäder sind schonender als Schaumbäder, besonders für die trockene Haut.
  • Bei anhaltenden Problemen der wintergeplagten Haut, eventuellen Symptomen wie Juckreiz oder Entzündungen, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Er kann den Grund für die Beschwerden diagnostizieren und eine gezielte Behandlungsmethode empfehlen.

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