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Privat wie beruflich ist Digitalnutzung heute für die meisten Menschen in Deutschland fester Bestandteil ihres Alltags: Audio- und Videoformate werden gestreamt, Zeitungen und Bücher digital gelesen, Produkte wie Dienstleistungen online eingekauft (E-Commerce), Social Media-Accounts gefolgt, Spiele online gespielt (Online-Gaming) und jegliche Form digitaler Geräte, Dienste, Programme und Apps bemüht. Soweit, so bequem - wäre da nicht ein gewisser „blinder Fleck“.

So sehr Digitalisierung den Alltag erleichtern mag, so schafft sie auch neue Probleme. Neben Fragen des Datenschutzes und der Inklusion sind das vor allem die negativen Umwelt- und Klimafolgen aufgrund wachsender Ressourcenverbräuche im Digitalsektor. Denn Fakt ist: Jeder Klick im Internet löst einen energieverbrauchenden Datenstrom aus. Der Energiebedarf von Geräten, Netzen, Server(farmen) und Rechenzentren ist in Summe enorm. Und: Er wächst stetig. Wird Energie aus fossilen Quellen verbraucht, bedeutet das wiederum immer auch den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen. Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Hardware sorgen zudem für Umweltprobleme (z. B. Elektroschrott) entlang der Wertschöpfungskette. Doch während das gesellschaftliche Bewusstsein für Umwelt- und Klimafolgen bei „analogen“ Verbraucherthemen wie Ernährung, Kleidung oder Mobilität in den letzten Jahren zugenommen hat, scheint dieser Zusammenhang bei digitalen Handlungen noch wenig präsent zu sein. 

Im Raum steht die Frage: Kann digitaler Konsum nachhaltiger werden? Und: welchen Beitrag können die Verbraucherinnen und Verbraucher leisten? Die VERBRAUCHER INITIATIVE ist dem Thema im Rahmen des Projektes „Nachhaltig digital unterwegs“ auf den Grund gegangen. Das Ergebnis ist unter anderem ein neues Informationsangebot im Netz.

Der neue Online-Check: Digitaler Fußabdruck bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr eigenes Digitalverhalten und dessen mögliche Klimaauswirkungen besser nachzuvollziehen. Neben dem Ziel, generell zu mehr Bewusstsein für die Klima- und Umweltfolgen digitalen Konsums beizutragen, möchte der Online-Check Verbraucherinnen und Verbraucher außerdem dazu motivieren, selbst an einer nachhaltigeren Gestaltung mitzuwirken. Über die Rechner-Funktion hinaus bietet er daher eine siebenseitige Checkliste mit zahlreichen Tipps für einen nachhaltigeren Digitalkonsum im Alltag, ein FAQ sowie ein Glossar rund um das Thema. Verschiedene Hintergrundtexte liefern nähere Information zur Entstehung des Online-Checks und zum Projekt.

Neugierig geworden? Dann machen Sie den Online Check .



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